Aktuelles · 28.10.2026

Autoimmunnahe Beschwerden als Beratungsanlass zur INUSpherese

Wer mit einer Autoimmunerkrankung lebt oder Autoantikörper im Befund hat, fragt mich oft nach der INUSpherese. Das Elegante an der INUSpherese ist, dass nicht nur die Autoantikörper reduziert werden, sondern auch die Entzündungsfaktoren, die meist erhöht sind, und Schadstoffbelastungen, die nicht selten ein möglicher Auslöser für Autoimmunerkrankungen sind.

Autoimmunnahe Beschwerden als Beratungsanlass kommen in meiner Sprechstunde regelmäßig vor. Manche Patientinnen und Patienten haben eine gesicherte Autoimmunerkrankung und sind seit Jahren in fachärztlicher Betreuung. Andere haben Beschwerden, bei denen Autoantikörper oder Immunkomplexe im Befund aufgefallen sind, ohne dass die Lage eindeutig ist. Beide Gruppen fragen, ob eine Plasmafiltration für sie eine Option sein kann.

Ihre laufende Behandlung bleibt

Ihre Behandlung bei Rheumatologie, Neurologie oder der jeweils betreuenden Fachpraxis läuft weiter. Bitte setzen Sie keine Medikamente ab und ändern Sie keine Dosis auf eigene Faust, auch nicht im Vorfeld eines Termins bei mir. Die INUSpherese ist kein Ersatz für diese Versorgung. Ob eine Reduzierung der Dosis möglich ist, klären wir im persönlichen Gespräch.

Was das Verfahren grundsätzlich macht

INUSpherese ist eine therapeutische Apherese, genauer eine Doppelfiltrations-Plasmapherese. Über einen Zugang, meist an einer Armvene, in manchen Fällen über einen Katheter in der Leiste, wird Blut abgeleitet, das Plasma von den Blutzellen getrennt und durch einen Filter geführt. Dabei werden bestimmte Plasma-Bestandteile reduziert, je nach Fall zum Beispiel Autoantikörper oder Immunkomplexe. Anschließend fließt das Plasma mit den Blutzellen zurück. Fremdalbumin oder Fremdplasma werden nicht verwendet. Eine Sitzung dauert in der Regel ca. drei Stunden und findet ambulant statt. Mehr zur Technik steht unter Verfahren.

Was ich im Erstgespräch kläre

Ich gehe mit Ihnen die Vorgeschichte durch: Welche Diagnose besteht, seit wann, mit welchem Verlauf? Welche Medikamente nehmen Sie, welche Therapien gab es schon? Welche Laborwerte und Immunparameter liegen vor? Arztbriefe der betreuenden Fachpraxis helfen mir sehr, das Bild einzuordnen. Fehlen für eine Entscheidung wichtige Befunde, schlage ich gezielte Diagnostik vor.

Am Ende steht eine klare Einschätzung, ob die INUSpherese in Ihrer Situation infrage kommt. Die Antwort kann auch „nein“ lauten. Ein einzelner auffälliger Laborwert ist dafür kein ausreichender Grund, entscheidend ist das Gesamtbild. Wie Sie sich auf das Gespräch vorbereiten, steht unter Vorbereitung auf das Erstgespräch. Das Themenfeld im Überblick finden Sie unter Autoimmunnahe Konstellationen.

Kosten und Verbindlichkeit

INUSpherese ist in der Regel eine Privatleistung. Kosten und Leistungsumfang bespreche ich mit Ihnen vorab, bevor eine Sitzung geplant wird. Ein Erstgespräch verpflichtet Sie nicht zu Sitzungen. Wenn Sie nach dem Gespräch zuerst mit Ihrer betreuenden Fachpraxis sprechen möchten, ist das ein guter Schritt.

Wenn mehrere Fragen zusammenkommen

Autoimmunerkrankungen gehen nicht selten mit ausgeprägter Erschöpfung einher. Dazu passt der Beitrag Anhaltende Erschöpfung als Beratungsanlass. Zur Studienlage rund um die Apherese: Studien. Kurzantworten zu Dauer, Kosten und Ablauf: FAQ.

Termin

Ob das Verfahren für Sie infrage kommt, kläre ich im Gespräch mit Ihnen. Termin zur Abklärung in der Privatpraxis buchen.

Privatpraxis Dr. med. Alexander Hierl, BODI-MVZ, Albert-Roßhaupter-Str. 2, 81369 München (Harras).